Ausstellung Eyes on/ Monat der Fotografie

Im Rahmen von Eyes on, Monat der Fotografie habe ich Fotos aus dem Luftschutzkeller und dem Krieg nachgestellt. Es ist eine Kamera, die versucht das innere, emotionale Gefühl nach Außen zu transportieren, – mit Blickfeld auf die kalten Räume des Kellers und mich als Akteur. Vier Bilder dieser Serie stelle ich aus.

 

 


Und langsam geht es weiter

Hin und wieder geht was weiter und darüber kann man sehr glücklich sein. Manchmal sind die Bilder leider zu groß und stehen dann nur im Weg. Da stellen sich die Gedanken auf wohin damit und wozu?! Aber irgendwo muss es hinkommen und wenn nicht, dann doch wieder ins alte Atelier und sein Lager.

Bild ohne Titel, 2011, 170 x 130 cm, Öl/Leinwand

Bild ca. 60 breit, Öl/Leinwand

160 x 100 cm, Öl/Leinwand


Kunstprojekt an der Mauer

An der Mauer des Theresianums fand zum wiederholten Mal eine Ausstellung mehrerer Künstler statt, bei der ich zum dritten Mal teilgenommen habe. Diesmal zum Thema: „800 Jahre Wieden“

Die Ausstellung ist ein Jahr zu besichtigen, Argentinierstraße, 1040 Wien/zwischen Plösslgasse-Theresianumgasse. Mit Künstlern, die ich einige Zeit schon kenne, wie Wanda Wessely, Do Laura Heneis, Florian Leibetseder, Miryam Weydler,  Tom Prack, um nur ein paar zu nennen…Die Rede hielt Dr. Christian Denker, eröffnet durch den Bezriksvorsteher.

Für meine Arbeit hatte ich zuerst nur die Idee eines Plans von Wieden. Von einem Menschen der seine Umwelt verniedlicht, bis er aber in der unmittelbaren Umgebung, die Brutalität spürt. Nämlich die im Hause seiner Freundin, wo plötzlich Mietwohnungen in Eigentumswohnungen verwandelt werden und sich eine Zweiklassen „GEMEINschaft“, entsteht.  

„Entweder kaufst du oder du gehst“, das wäre ihnen am liebsten gewesen, die unsichtbaren Verantwortlichen, aber sie haben es letztendlich geschafft. Es ist blieb nichts, wie es war. Diese Idee habe ich dann verworfen, aber nicht ganz, ich habe den Plan seitlich zu meiner Installation fixiert, so unscheinbar, so geradewegs unscheinbar, wie das Hinausekeln durch Lärmbelästigung, unmögliche Umbauten, und den Bestechungsversuche, alte Leute aus ihren Wohnungen hinauszubekommen, auch so…scheinbar harmlos von statten ging.

Immer hörte man etwas von einem Nachbarn, der dann aber bald weg war. Und alles unter dem Bild, man machts ja besser. Dieses Bild, mit dieser Methodik, findet man verbreitet in der Stadt und sie ist eben wirklich Methode und da kann man nur mehr sagen: „Immer weiter so“, so heißt ja auch mein Bild. Das Viertel um der Elisabeth- Kirche hatte einen starken, lebendigen Teil, und das war der Südbahnhof. Seit es den nicht mehr gibt, ist es noch fader in diesem Winkel von Wien, wo ich viele Jahre eine schöne Zeit verbracht habe. Dafür gibt es die Mauer der Künstler in der Argentinierstraße. Ein Lichtblick!

Ali Al Taiee

260 x 190 cm, Sperrholz (zwei Jahre verwittert), Polyesterwellfolie, Spray, Schriftzug.


Dem alten Medium Malerei zugewandt

Immer wiede  aufs Neue probieren….habe ich mir gedacht und ich versuche es, vielleicht geht noch was. Man fühlt sich sehr stark, wenn das Gefühl kommt, da ist jetzt ein gelungenes Bild entstanden…..Was sollte man mehr wollen….

…als es vielleicht eine Zeitlang zu bestaunen, und dann muss es eh weitergehen.


Mit der Fotografin unterwegs

Wir waren sehr schön am Land, gleich außerhalb vom 21ten Bezirk, für eine Reihe von Bildern, der Serie „Ich liebe dich“, Es ging glaube ich a bissel weiter hinaus als bloß über die Stadtgrenze. Für mich ein wunderschöner Ausflug, für Laura Heneis auch ein Arbeitstag. Ich ließ mich von der wunderschönen Natur bezaubern, fühlte mich selbst also so bezaubert, dass ich warhscheinlich jeden, der mir an unseren Wegen begegnet wäre, geküsst hätte, aber wir begegneten nur einer stärkeren Nordwalking Dame, sah ich dann die Grenzen meiner Überschwenglichkeit. Es gibt  aber da ein Foto von Laura auf der Bank, das heißt, es gibt sogar mehrere, die ich machen durfte, die sind sehr schön. Eine schöne Frau, der Frühling, es kommen einem die Tränen für so viel Schönheit aufeinmal – so kann Fotografie schon gefährlich werden.

Zwei Tage später waren wir mit dem selben Schild/Leinwand, und dem in rot geschriebenen Satz : „Ich liebe dich“, an Bausstellen und Industrieanlagen in Wien.

Dieses Bild hat mir Do Laura Heneis zum Geburtstag geschenkt, es gefällt mir sehr. Ich habe keine Absicht mich umzubringen, aber kenne durch viele furchtbare Zustände, die Gefühle für das Wort „Exit“.

Das Thema, einen Satz in verschiedenen Lagen seines Umfelds oder seiner Vorstellungen zu legen/einzufügen, erzeugt jedesmal ein anderes Gefühl für den Ausdruck des geschriebenen Satzes. Das ist eine Absicht, die zum Glück durch das Eingreifen in die jeweilige Kulisse, trotzdem einen ungewollten Aspekt – durch die Kraft der Natur –  für Bild und Textaufnahme erzeugt.  Öffnet einem die Augen, für sein eigenes Sehen und denken.

Ali  Al Taiee


Atelierrundgang 2011/2ter-20ter Bezirk

Aktion im Atelier: „Die Kunstfotografin“, Do Laura Heneis, Brigittenauer Lände 18, während des Atelierrundgangs im 2ten und 20ten Bezirk, 2011. Zwischen 8 – 10 April.  

Der Atelierrundgang, 2011, im 2ten und 20ten Bezirk  – an dem ich im Atelier der Kunstfotografin Do Laura Heneis (Brigittenauer Lände 18) teilgenommen habe, war für mich und für Laura,  eine schöne Erfahrung. Meine Kollegin, die Fotografin hatte den Vorschlag eingereicht mit „In the Box“, dann hatte sie doch eine andere Idee mit „On the box“, und das war auch die besser Idee. Ich war zwar skeptisch, als ich von ihr hörte, sie wolle Polaroidaufnahmen von den Besuchern machen, die sich eben auf diese Box setzen oder stellen sollten, -da ich mir dachte: „Mein Gott – Polaroidaufnahmen, damit kann man ja nix anfangen. Wer braucht die noch.“ Aber so wie es sich dann ereignete, und trotz der bereits vom Alter gezeichneten Filme, war es dann klar, sie war darauf aus, sich wieder als eine Aktionsfotografin zu zeigen. Es ist eine schöne Serie geworder. Jeder musste für sein Bild, etwas in diesem kleinen, weißen Feld auf dem Polaroidfoto schreiben, ob nur den Namen oder eines kurzen Satzes. Als Kulisse diente, wie gesagt, die braune Box und ein lavendelfarbiger Hintergrund. Schöne Erinnerung kamen da, bei vielen Besuchern, für die Vergangenheit und des verlorengegangen Fotomediums Soforbildkamera.

Fotoaktion (Polaroidaufnahmen: „On the Box“)  DO Laura Heneis.

Ich selbst sollte eine Aktion darbieten, und das ist halt nicht so leicht, wenn man nicht weiß, wann die Leute einstrudeln. Ich habe lange nachgedacht, was das für eine Aktion werden würde, machte dann schließlich eine Aufnahme auf einem Diktiergerät, mit einem Text über die „Furchtbarkeit“ des Künstlers in seinem Alltag. Damit ging ich auch in andere Ateliers hausieren. Manche fanden es lustig manche eher…zu ernst. Ich spielte es ab, und saß stumm da. Es ging um die Betrachtung: „Da ist der stumme Künstler, da sein Wort, das ihm bereits wichtiger geworden ist, als sein künstlerisches, malerisches Schaffen.

Eigentlich war auch eine musikalische Darbietung meinerseits vorgesehen, plötzlich habe ich mich damit nicht identifizieren können. Da entstand dann halt diese Serie: DIE LIEBE ZU MEINEM DUSCHVORHANG, als Versteinerung auf der BOX von Do Laura Heneis. Die Fotos hat Kurt Stellner  gemacht. War an sich eine schöne Aktion. Alles in allem laut Laura Heneis waren an die 70 Leute da.

Danke natürlich an sie, für die Möglichkeit in ihrem sehr schönen Fotoatelier, eine Aktion zu machen. Und ihre Serie der Polaroidaufnahmen wurde auch zu einer echten Einlage und einer gelungenen Aktion.

Ali Al Taiee, April, 2011


Die Lesung am 10. März

Die Lesung am 10. März in der Gebietsbetreuung 1200 Wien, Allerheiligen Platz hat mir eine ganz, ganz große Freude bereitet. Ich wurde gleich damit überrascht, dass zwischen meiner Lesung und der Lesung von Bernadette Nemeth (erst im März 2013 erfahren) – Bernadette Grohmann – Nemeth, eine Musikdabietung auch noch stattfinden würde. Na, und als ich die vielen Leute kommen sah, war ich zwar nervös, aber nervös war ich sowieso. Aufregung bis zum Augenblick, als dann die zwei Musiker, Gitarre und Querflöte, –  ich habe ihren Namen vergessen, Tango gespielt haben. Das hat mich beruhigt. Ich mag Tango sehr. Ich war dann ganz konzentriert. Bernadette Nemeth hatte ein Kostüm voll mit Schriften darauf, und ich sagte zu ihr: „Hey! Das ist ja mein Text, da auf ihrem Kostüm, woher haben Sie den?“  Jedenfall bekam ich so viele Gratulationen, sowohl zum Text, aus meinem Roman: „Langsam gehen die Wünsche aus“, als auch zur der Art wie ich ihn gelesen habe. Und die Musik war wunderschön, Bernadett Nemeth las auch sehr schön und gekonnt, und hat so eine ähnliche Geschichte wie meine, aber in einer anderen Art geschrieben. Das war überraschend. Dank auch an sie, für ihre Geschichte und auch, dass sie die Musiker mitgebracht hat.

Wir haben beide unsere neuen Bücher präsentiert.

Ein sehr gelunger, und für mich persönlich, ein sehr künstlerischer Abend, den ich nie vergessen werde.

Dank an das ganze Team der Gebietsbetreuung im Zwanzigsten, die ganz tolle Arbeit leisten.

Danke!!!

Buch King of the road

Das ist mein neues Buch mit Kurzgeschichten. Entstanden  zwischen 2009 und 2011.

King of the road/ Die Zigarrenschachtel/ Das Magazin/ Jenseits der Treue/ ..Sonst denke ich noch an Morgen als sei es gestern gewesen/ So ein Miststück/ Luzifer.

Bei allen diesen Geschichten geht es….doch um Ausgrenzung, das ist mir jetzt so bewusst geworden. Ich fange eine Geschichte an, weil mir etwas Lustiges einfällt und dann führt es mich in ein Gebiet, das mir zu Anfang völlig unbekannt war. Durch die Vertiefung geht es dann ziemlich…..ja, weiß nicht? ….Lesen Sie selbst.

King of the road ist auch als Bühnenstück machbar.

30 Minuten. Müsste ich aber noch genauere Angaben machen, über Ablauf und Bühne. Wäre leicht zu realisieren.

Ali Al Taiee