Monatsarchiv: April 2014

Lesung aus dem Smarthandy in Dialekt

Lesung Smarthandy

 

                             „Ich denk mal, es wird wieder eher ein Theater im guten Sinn, als a Lesung – mal schauen.“

Ich war nicht nervös, aber recht müde, dann Kaffee zum falschen Zeitpunkt getrunken, war ja wegen des Rundgangs fürn 2ten und 20ten Bezirk schon zwei Stunden vorher da. Es gab ja auch meine neuesten Bilder zu sehen.  Der Kaffee und das Warten haben mich doch dann nervös gestimmt, musste mehrmals aufs Klo auch knapp vor Beginn, und darüber lachen, weil die Tür zum WC direkt zum Lesesaal führte, so als wär´s eine Hinterbühne –  in meiner Phantasie dachte, ich komme verspätet da heraus, und alle sind da und klatschen, dass ich jetzt endlich aus dem Klo komme:  „Ja! Er hat seinen Durchfall besiegt“.  So wars dann aber eh nicht. Menschen kamen und die haben mich beruhigt, eine Wärmepakung hat auch sehr geholfen, es konnte dann beginnen. Ich habe mich sehr gefreut, ein sehr interessiertes Publikum vorgefunden zu haben, und das war sehr schön.  Fünf der sieben Geschichten trug ich vor.  Ich danke allen die dabei waren und so auch der GB 20 für die Organisation und auch für die Idee. Ich bin sehr glücklich darüber, dass es vielen gefallen hat und dass das Üben zuhause nicht umsonst gewesen ist.  Denn es muss dann schon eine Aufführung her, sonst nur so allein, ja, geht auch aber es fehlt das Gegenüber. Die Geschichten kann man so verschieden lesen, dass sich immer ein anderer Eindruck ergibt. Es hat sich für mich herausgestellt, dass je weniger ich Schauspiele, desto besser ist es – für die Geschichte natürlich und dem Zuhörer.  Das habe ich erst über Videoaufnahmen sehen können. Bei King of the road war es einfacher, da spielte ich mich selbst, hier bei den Wienerischen Texten ist es komplizierter. Es wollte und wollte nicht werden. Die letzte Geschichte mit der Reise nach Paris „Schuid woa die Sun“,  habe ich noch am selben Tag umgeschrieben und nochmals geübt, für dass sie dann endlich funktioniert. Es war eine große Erfahrung.

Die Geschichte oder eher das Gedicht:  „Es gibt kan Reim auf mi“, habe ich mir in meinen kühnsten Träumen vorgestellt, auswendig vorzutragen, das ging dann doch nicht so. Da hätte ich von Anfang an, es ohne Sicherheitsnetz, also ohne dem Smarthandy zum Lesen, machen müssen, das wäre eine andere Ausgangslage. Spielte glaube ich fürs Publikum aber keine Rolle. Es ging ja zu allererst um das Hören einer guten Geschichte.